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Villa Erotica 🔒 Archiv 📂

Verfasst: 21.03.2025, 00:00
von FSDACH

Villa Erotica Archiv

Villa Erotica Dröscheder Berg 4 🇩🇪 58636 Iserlohn
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Villa Erotica 🔒 Archiv 📂

Verfasst: 29.07.2022, 12:30
von Red Light News
IKZ 29.07.2022
Räumen der „Villa Erotica“ droht die Zwangsversteigerung

Der Betrieb der „Villa Erotica“ in Dröschede läuft weiter, auch wenn das Gebäude zwangsversteigert werden soll. Der Mieter bleibt unbeeindruckt

Die Beschreibung klingt völlig unverfänglich. Fast langweilig. Ein frei stehendes, eingeschossiges, unterkellertes Massivhaus soll am Amtsgericht Iserlohn versteigert werden. Aber es ist nicht irgendeine Immobilie. Bisherige Nutzung: „gewerbliche Zimmervermietung“. Es geht – um die Herberge der „Villa Erotica“.

Die Versteigerung des Gebäudes mit der Anschrift Dröscheder Berg 4 ist für den 21. Oktober am Amtsgericht angesetzt. Mal wieder. In der Vergangenheit hat es bereits zwei Anläufe gegeben. Beide Male konnte der Eigentümer die Immobilie wohl noch rechtzeitig wieder auslösen und damit den Besitzerwechsel abwenden.

„Ich bin perplex!“, sagt Anja (Name geändert), die wohl so etwas wie die stellvertretende Chefin in der „Villa Erotica“ ist, als sie durch die Heimatzeitung von dem neuen Versteigerungstermin hört. Ihre Überraschung ist nicht gespielt. Einen Moment wirkt sie verunsichert. Erinnert sich dann aber schnell, dass das „schon mal der Fall gewesen ist“. Beide Male habe der Eigentümer und Vermieter aber „das Geld aufgebracht“, um den Gläubiger zufrieden zu stellen, berichtet sie. Und gewährt Einlass. Um das Gespräch nicht an der Tür fortzusetzen.

Es geht an einer offenen Tür vorbei zu einem Raum mit Sitzbänken und Schließfächern. Könnte eine Umkleide in einem Fitnessstudio sein. Oder einem Freibad. Oder einem Saunaclub.

Roter Teppichund Tanzstange

Ein Durchgang führt schließlich in einen Hauptraum mit knallrotem Teppich. An den Wänden stehen dunkelrote Sofas aus pflegeleichtem Glattleder. Oder etwas, was zumindest so aussieht. In der Mitte gibt sich eine Minirundbühne mit einer silbernen Tanzstange, die unter der Decke verankert ist, Mühe, den Raum zu füllen. Es ist Donnerstagnachmittag. Die Stange und auch die Sofas sind noch verwaist.

Anja geht auf eine Theke an der Kopfseite des Raums zu, greift zum Mobiltelefon und ruft ihren Chef an. Am anderen Ende der Funkstrecke meldet sich Yildirim Döner. Er ist kurz angebunden. „Das warten wir ab“, sagt er auf die Nachfrage, wie sein Betrieb unter dem Dach der „Villa Erotica“ mit der drohenden Zwangsversteigerung des Flachdachgebäudes umgeht. Mehr mag er, der wohl Mieter der Räume ist, nicht sagen. Er hat hörbar keine Lust, über das Thema zu sprechen. Sekunden später ist das eher einseitige Telefongespräch daher auch bereits wieder beendet.

Selbstständig -keine Angestellte

In einem Nebenraum sitzen derweil drei Damen auf dem Fußboden. Sie sind Mitte 20, vielleicht Anfang 30. Haben dunkle Haare, tragen dazu dunkle, kurze, aber nicht knappe Kleider. Sie rauchen. Helfen sich teils gegenseitig mit dem Make-up. Eine Kollegin von ihnen vertreibt sich die Zeit an einem Spielautomaten.

Ob sie mitbekommen haben, dass sich das Gespräch gerade um die Zwangsversteigerung des Ortes dreht, an dem sie ihre Arbeit verrichten? Wohl eher nicht. Sie wirken jedenfalls eher uninteressiert.

Die Damen sind keine Angestellte der „Villa Erotica“, erfährt die Heimatzeitung; sie arbeiten „als Selbstständige“. Das muss demnach die „gewerbliche Zimmervermietung“ sein. Also wohl eine Art Untervermietung. Zwischen drei und zehn Damen nutzen dafür die „Villa Erotica“.

„Der Betrieb läuft auf jeden Fall weiter“, sagt Anja. Und damit ist wohl aus ihrer Sicht alles gesagt zu dem Gerichtstermin in gut drei Monaten im Amtsgericht Iserlohn. Der Verkehrswert der Villa wird übrigens mit 250.000 Euro angegeben
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IKZ 01.11.2022
Zwangsversteigerung der „Villa Erotica“ abgewendet

Der Betrieb der „Villa Erotica“ im Iserlohner Ortsteil Dröschede kann wohl weitergehen: Die Zwangsversteigerung des Gebäudes ist abgewendet.

Ursprünglich stand das Gebäude am Dröscheder Berg Ende Oktober auf dem Plan des Amtsgerichts Iserlohn zur Zwangsversteigerung. Nicht zum ersten Mal sollte die Immobilie unter den Hammer kommen; auch zwei zurückliegende Termine waren aber am Ende aufgehoben worden.

Der Verkehrswert der „Villa Erotica“ war mit 250.000 Euro angegeben
So auch dieses Mal. Das Verfahren und damit der Termin der Zwangsversteigerung sind nach Auskunft des Gerichts durch einen Beschluss am 19. Oktober aufgehoben worden. Demnach habe „die einzige noch verbleibende Gläubigerin“ ihren Antrag zurückgenommen, teilt die Justizbehörde auf unsere Nachfrage mit. Das kann mehrere Gründe haben: Entweder hat es zwischen dem Schuldner und der Gläubigerin eine außergerichtliche Einigung gegeben, oder die Gläubigerin hat wenig bis keine Aussicht gesehen, das Gebäude soweit zu Geld machen zu können, um damit die ausstehenden Beträge annähernd begleichen zu können. Der Verkehrswert der „Villa Erotica“ war mit 250.000 Euro angegeben. Das aktuelle Verfahren ist mit dem Beschluss des Gerichts beendet.

Der Mieter der Räume des eingeschossigen, bungalowhaften Gebäudes hatte schon im Sommer gegenüber der Heimatzeitung auf Abwarten gesetzt und jetzt damit wohl Recht behalten. Er stellt die Räume den Frauen, die dort ihre Dienste anbieten, gegen Geld zur Verfügung. Deshalb war in der Beschreibung zur Zwangsversteigerung auch von einem frei stehenden, unterkellerten Massivhaus mit der Nutzung „gewerbliche Zimmervermietung“ die Rede.
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IKZ 12.05.2026
Villa Erotica in Iserlohn soll erneut zwangsversteigert werden

Dröschede. Die „Villa Erotica“ in Iserlohn wurde mehrfach gerettet, aber jetzt scheint Schluss zu sein, die Zwangsversteigerung droht. Was bislang dazu bekannt ist. Ein „zweigeschossiges Betriebsgebäude“ am Dröscheder Berg soll im Juni am Amtsgericht Iserlohn zwangsversteigert werden: Es handelt sich um die Betriebsstätte des Saunaclubs „Villa Erotica“.

Im Amtsdeutsch klingt die Angelegenheit sehr sachlich: „Laut Wertgutachten handelt es sich um ein nicht unterkellertes, zweigeschossiges Betriebsgebäude mit der derzeitigen Nutzung gewerbliche Zimmervermietung, Massage, Sonnenstudio und Barbetrieb, Baujahr 1982, Nutzfläche ca. 319 Quadratmeter, Grundstücksfläche ca. 700 Quadratmeter, ca. zehn Stellplätze.“ Der Verkehrswert, der für mögliche Interessenten wichtig ist, wird mit 245.000 Euro angegeben.

Verkehrswert nun günstiger als vor vier Jahren

Damit liegt der Verkehrswert 5000 Euro unter dem, der vor vier Jahren aufgerufen wurde, als das Gebäude zuletzt zur Zwangsversteigerung kommen sollte , wie schon zwei Mal zuvor. In allen drei Fällen konnte der Besitzer das Gebäude auslösen und so jeweils die Zwangsversteigerung noch abwenden .

Die „Villa Erotica“ liegt am Dröscheder Berg – etwas oberhalb des Hellwegs und doch nur zehn Minuten von der Autobahnausfahrt Iserlohn-Zentrum entfernt, also durchaus verkehrsgünstig. Man ist also schnell da und wieder weg. Und die Parkplätze am Haus sind von der Hauptstraße nicht einsehbar.

Der Geschäftsbetrieb basiert nach bisherigen Informationen der Heimatzeitung auf einem klassischen Vermietungsmodell: Der Club stellt die Räume den Damen, die dort ihre Dienste anbieten, gegen eine Miete oder Gebühr zur Verfügung; sie sind also keine Angestellten, sondern arbeiten auf eigene Rechnung und damit quasi selbstständig. Deshalb ist im Exposé des Amtsgerichts als derzeitige Nutzung eine „gewerbliche Zimmervermietung“ genannt.

Der Blick in die Geschichte der Gebäudeakte ergibt: Eine Baugenehmigung zur „Errichtung eines Gewerbebetriebes mit Zubehörwohnung“ datiert vom 28. April 1982. Das Gebäude war bezugsfertig ab 13. Dezember 1982. Eine Genehmigung zur „Nutzungsänderung – Einrichtung einer gewerblichen Zimmervermietung, Massage, Sonnenstudio und Barbetrieb“ ist für den 12. November 1985 vermerkt. So lange dürfte der Club bereits bestehen.

Das Wertgutachten und die Einschätzung des Gebäudezustands gehen im Wesentlichen auf die vorliegenden Akten und eine Besichtigung von außen im Juni 2025 zurück. Als „rechnerische Restnutzungsdauer“ für das Gebäude kommt das Gutachten auf rund 27 Jahre.

Im Erdgeschoss befinden sich mehrere „Arbeitsräume“ und ein Aufenthaltsraum. Dort war zuletzt auch eine kleine Bar mit Tresen eingerichtet.

„Allgemeine Abnutzungserscheinungen“

Im Untergeschoss befinden sich demnach unter anderem ein Solarium (zwölf Quadratmeter) und eine Sauna (16 Quadratmeter) sowie zwei Bäder und zwei Umkleideräume.

An der Gebäudeaußenseite werden „Putz- und Anstrichschäden“ insbesondere auf der Rückseite, vereinzelt Holzplatten in Fensteröffnungen und „allgemeine Abnutzungserscheinung“ festgestellt.

Die Zwangsversteigerung ist angesetzt für Freitag, 19. Juni, um 9.30 Uhr im Sitzungssaal C 208 (1. Etage) im Amtsgericht.
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IKZ 19.06.2026
Villa Erotica wechselt Besitzer – zumindest ein bisschen

Am Freitag fand am Amtsgericht Iserlohn die Zwangsversteigerung des Erotik-Etablissement statt – mit durchaus bemerkenswertem Ergebnis.

Der Auftritt des Anwalts mit Gehstock, kurzen Hosen, Schlappen und Tennissocken punktgenau zum Start der Gebotabgabe erinnert dann doch ein wenig an eines der TV-Formate á la „Barbara Salesch“, bei denen plötzlich ein Überraschungszeuge in den Gerichtssaal marschiert, um dann im jeweiligen Prozess für eine Wende zu sorgen. Im Falle des Termins am Freitag vor dem Amtsgericht Iserlohn für die Zwangsversteigerung des Sauna-Clubs „Villa Erotica“ in Dröschede bleibt eine solche Wende zwar aus – etwas kurios ist der Besitzerwechsel, der nun wohl stattfinden wird, aber doch.

Was war passiert? Wie in der Vergangenheit mehrfach berichtet, hatte die „Betriebsstätte“ des Sauna-Clubs „Villa Erotica“, wie es im Amtsdeutsch heißt, bereits mehrfach vor einer Zwangsversteigerung gestanden. Dreimal konnten die Besitzer das Gebäude jedoch auslösen. Laut Wertgutachten handelt es sich bei dem Bau um ein nicht unterkellertes, zweigeschossiges Betriebsgebäude mit der letzten Nutzung „gewerbliche Zimmervermietung, Massage, Sonnenstudio und Barbetrieb“. Baujahr 1982, Nutzfläche rund 319 Quadratmeter, Verkehrswert 245.000 Euro. So weit die Eckdaten.

Zur Versteigerung erscheinen dann zunächst zwei Mitarbeitende der Stadt Iserlohn, die das Verfahren angestrengt hatte, außerdem ein Mann, der sich als Vertreter des Mieters und Ehemann der Eigentümerin vorstellt. Der Anwalt mit dem Gehstock, der exakt 39 Minuten zu spät kommt („Stau“), dafür aber wie erwähnt pünktlich zur Gebotsabgabe, ist als Vertreter der Frau und Besitzerin zugegen.

Forderungen im Millionenbereich

Wie der Mann am Rande erklärt, ruhe der Betrieb der „Villa Erotica“ seit gut einem Jahr. Die Stadt soll wohl Baumängel festgestellt haben. Wie es mit dem Gebäude weitergehen soll – hier stehe noch ein Fragezeichen, sagt er. Klar ist aber: Er will es ersteigern. Im Namen des Mieters, einem Unternehmen, das nach eigenen Angaben Diskotheken, Restaurants und Vergnügungsstätten betreibt. Der Mann war oder ist hier einer der Geschäftsführer – im Internet finden sich unterschiedliche Angaben.

Die zuständige Rechtspflegerin verliest eingangs eine lange Liste von Hypotheken und auch Gläubigerforderungen gegen die bisherige Besitzerin. Insgesamt geht es um Millionen. Auch die Stadt Iserlohn ist vertreten. Es geht um Steuerschulden, die verlesene Summe liegt bei etwas über 40.000 Euro.

Für den Mann und (wohl auch den Anwalt) ist dann schnell klar, wohin die Reise gehen soll. Erstgenannter beantragt ein sogenanntes Doppelausgebot. Vereinfacht bedeutet dies, dass es ein erstes Ausgebot, so der Fachbegriff, unter gesetzlichen Bedingungen gibt – und ein zweites unter abweichenden. Letzteres ist hier für den Bieter offensichtlich das attraktivere, das bestehende Recht, also auch für eine Nutzung, würde so bestehen bleiben. Dafür müsste in diesem Fall die Grundschuld übernommen werden – etwas mehr als 112.000 Euro.

Guter Deal für Stadt, Finanzamt geht leer aus

Das erste Gebot von 31.000 Euro, das zuzüglich der 112.000 Euro Grundschuld über der Mindestgrenze liegt, die 50 Prozent des Verkehrswertes betragen muss, ist dann aus Sicht der Stadt Iserlohn kein gutes, so viel wird schnell klar. Abzüglich 9800 Euro Verfahrenskosten plus rund 20.800 Euro an bereits angefallenen Zinsen würden hier nur wenige Hundert Euro bleiben.

Wie in solchen Fällen nicht unüblich, wird versucht, das Problem schnell zu lösen. Nach einem kurzen Gespräch bietet der Mann 60.000 Euro. Für die Stadt wäre das ein guter Deal, weil sie das Mehrgezahlte sozusagen auf kurzem Wege und ohne weiteren Rechtsstreit erhalten würde.

Auch die Gegenseite könnte zufrieden sein. Der Käufer, weil er – Beseitigung etwaiger Baumängel vorausgesetzt – das Gebäude weiter nutzen könnte und einen Preis unter dem Verkehrswert bezahlen würde. Weniger erfreut dürfte man beim Finanzamt sein, das Forderungen im siebenstelligen Bereich gegen die bisherige Besitzerin hat, in der erläuterten Konstellation aber zumindest bei der Versteigerung leer ausginge. Forderungen gegen die bisherige Eigentümerin könnten natürlich weiter erhoben werden.

Bis nächsten Donnerstag wird nun geprüft, ob alle Unterlagen und die nötigen Gelder und Sicherheiten vorliegen. Das Angebot und auch das Vorgehen sind grundsätzlich zulässig, ein Eigentümerwechsel erscheint wahrscheinlich. Bei einer möglichen Schlüsselübergabe in einigen Wochen dürfte der Weg dann kurz sein.
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