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Cleo Archiv 📂

Verfasst: 10.03.2026, 16:06
von FSDACH

Unlautere Wahlkampfmethode

Verfasst: 03.02.2016, 08:17
von Red Light News
BO 03.02.2016
Vom Bordellbetreiber zum SVP-Gemeinderat?

Stefan Hofer gehört zu den fünf Kandidaten, mit denen die SVP an den Stadtberner Gemeinderatswahlen antritt. Der heutige Pilot verdiente früher Geld im Rotlichtmilieu.

Auf den 1. März rückt SVP-Politiker Stefan Hofer für Erich Hess in den Grossen Rat nach. Zudem steht er – neben Hess – auf dem Fünferticket, mit dem die SVP in den Gemeinderat der Stadt Bern einziehen will. Wie der «Bund» am Mittwoch berichtet, soll der Pilot Stefan Hofer sein Geld früher mit Prostituierten verdient haben: Erst als Betreiber, später nur noch als Besitzer des Saunaclubs Kleopatra in Bargen im Seeland. Ein Etablissement, in dem noch heute 20 (Sex-)Arbeiterinnen ihre Dienste anbieten.

Die Bund-Recherchen zeigen, dass er den Club von 2004 bis 2006 führte, als Liegenschaftsbesitzer noch bis 2014 Geld damit verdiente. Hofer, ein ehemaliger Bordellbetreiber also. Eine Tatsache, die der SVP-Mann «erst auf mehrmaliges Nachhaken» einräume, schreibt die Tageszeitung. Hofer sei aber überzeugt, dass dieser frühere Job seiner Glaubwürdigkeit nicht schade.

Illegale Ausländerinnen als Prostituierte?

Ein wenig brisant ist es trotzdem, zumal 2009 bei einer Razzia in dem Club 14 Frauen aus Rumänien und Bulgarien mit illegalem Aufenthaltsstatus in Ausschaffungshaft genommen wurden. Gemäss dem Artikel sollen schon unter Hofer Frauen aus diesen Ländern gearbeitet haben, obschon ihnen «erst ab Juli 2009 – nach Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf die osteuropäischen Staaten – erlaubt gewesen wäre, in der Schweiz ohne Sonderbewilligung einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.»

Hofer freilich streitet ab, solche Sexarbeiterinnen mit einem Arbeitsvertrag ausgestattet zu haben, und betont, dass das «Kleopatra» ein Saunaclub sei. Fakt ist, dass es ausserhalb des Wellnessbereichs Zimmer gibt, in denen Clubgäste mit den Frauen ihre «erotischen Fantasien ausleben» können. So steht es auch auf der Homepage.

Gegenüber dem «Bund» sagt Rudolf Friedli, Präsident der SVP Stadt Bern und selbst auch Gemeinderatskandidat, dass es nicht verboten sei, «in diesem Bereich unternehmerisch tätig zu sein.»
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Corona Krise

Verfasst: 19.02.2021, 10:47
von Red Light News
Blick 19.01.2021
Viele Männer kommen in Bern

Für die Berner Sexbetriebe läufts rund. Denn im Gegensatz zu zahlreichen anderen Kantonen dürfen Erotikstudios hier weiter offen bleiben. Wegen des kantonalen Flickenteppichs kommt es deshalb nun zum Andrang.

Während unter anderem in Zürich, im Aargau und im Thurgau die Bordelle geschlossen sind, dürfen die Erotikstudios im Kanton Bern die Freier weiter empfangen. Zumindest bis 19 Uhr.

Das sorgt nun für einen Ansturm aus anderen Kantonen. Bereits letzte Woche war der Andrang spürbar. «Wir verzeichnen seit Montag allein in der Stadt eine Zunahme der Personen im Sexgewerbe von rund 80 auf etwa 120 Personen», sagte Alexander Ott, Vorsteher der Fremdenpolizei der Stadt Bern letzten Samstag zu BLICK.

«Ein ständiges Kommen und Gehen»

Diese Woche geht es im gleichen Stil weiter. Im Cleo Club in Bargen BE herrscht reger Verkehr. Am Montagmittag parkierten 40 Autos vor dem Gebäude. «Seit Wochen gehen hier viele Männer tagsüber ein und aus. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Der Parkplatz ist praktisch zu jeder Tageszeit gut besetzt», sagt ein Anwohner zur «Berner Zeitung».

Und tatsächlich reisen die Männer aus der ganzen Schweiz an, wie ihre Autokennzeichen verraten – neben Einheimischen parkieren auch Neuenburger, Solothurner, Freiburger oder Walliser. Und sogar Ausländer aus Spanien und Osteuropa sind vertreten.

Kein Coronafall aus Sexgewerbe

Die Puffs dichtzumachen, ist derzeit nicht angedacht. «Der Kanton Bern hat sich den Massnahmen des Bundes respektive des Bundesamts für Gesundheit angepasst», sagt der Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion, Gundekar Giebel. Die Aufgabe der Behörden sei es nun, die Einhaltung der Schutzkonzepte zu prüfen. Für die Erstellung seien die Betriebe zuständig.

Offenbar bewährt sich die Praxis bisher. Wie Christa Ammann von der Fachstelle Xenia zur «Berner Zeitung» sagt, sei im Kanton Bern bisher kein Coronafall aus dem Sexgewerbe bekannt.

Allerdings würden die Meinungen der Sexarbeiterinnen, was die Vorgaben des Bundes betrifft, auseinander gehen, sagt Ammann. «Einige wünschen eine komplette Schliessung, weil es sich nicht lohne, wenn in den Betrieben am Abend nicht gearbeitet werden darf. Andere sagen, sie seien froh, dass sie arbeiten können.»
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