Centaurus Archiv 📂
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Brandstiftung 🔥
VI 14.05.2012
Ein einschlägiges Nachtlokal in der Brünner Straße brannte in der Nacht auf Montag vollkommen aus. Pikantes Detail: Im "Centaurus" gab es nicht zum ersten Mal ein Feuer - es fiel bereits mehreren Brandanschlägen zum Opfer.
Wie Pressesprecher Roman Hahslinger auf Anfage von VIENNA.AT bestätigte, brach in dem FKK-Saunaclub namens “Centaurus”, der sich auf der Brünner Straße 57 in Wien befindet, in der Nacht ein Feuer aus. Ab 2:00 Uhr loderten dort laut Hahslinger die Flammen, wie ein Passant bemerkt hatte, der sogleich die Feuerwehr verständigte.
Eine Stunde lang dauerte der nächtliche Löscheinsatz der Feuerwehr. Der Vollbrand hinterließ das einschlägige Nachtlokal in einem desolaten Zustand – das Haus wurde völlig zerstört. Zum Zeitpunkt des Brandes befand sich glücklicherweise niemand im Clubhaus.
Nicht der erste Brand im “Centaurus” auf der Brünner Straße
Nach Angaben von Hahslinger gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Brandanschläge gegen das Etablissement – keiner davon war jedoch so verheerend wie der letzte. Wie die Bilder zeigen, liegt das “Centaurus” nach dem schweren nächtlichen Brand buchstäblich in Schutt und Asche. Medienberichten zufolge soll es dort zuvor bereits drei Anschläge mit Molotov Cocktails gegeben haben, unter anderem rund um die Eröffnung im Oktober 2011. Grund dafür soll damals Rivalität im Rotlicht-Milieu gewesen sein.
Deshalb wird nun auch seitens der Polizei wegen Brandstiftung ermittelt, da man davon ausgeht, dass auch dieses Feuer nicht durch Fahrlässigkeit entstanden ist, sondern bewusst gelegt wurde. Konkrete Verdächtige gibt es in diesem Zusammenhang laut Hahslinger noch nicht, doch die Ermittlungen zum Brand in dem Lokal auf der Brünner Straße laufen auf Hochtouren.
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"Centaurus" in der Brünner Straße ausgebrannt - Brandstiftung vermutet
Ein einschlägiges Nachtlokal in der Brünner Straße brannte in der Nacht auf Montag vollkommen aus. Pikantes Detail: Im "Centaurus" gab es nicht zum ersten Mal ein Feuer - es fiel bereits mehreren Brandanschlägen zum Opfer.
Wie Pressesprecher Roman Hahslinger auf Anfage von VIENNA.AT bestätigte, brach in dem FKK-Saunaclub namens “Centaurus”, der sich auf der Brünner Straße 57 in Wien befindet, in der Nacht ein Feuer aus. Ab 2:00 Uhr loderten dort laut Hahslinger die Flammen, wie ein Passant bemerkt hatte, der sogleich die Feuerwehr verständigte.
Eine Stunde lang dauerte der nächtliche Löscheinsatz der Feuerwehr. Der Vollbrand hinterließ das einschlägige Nachtlokal in einem desolaten Zustand – das Haus wurde völlig zerstört. Zum Zeitpunkt des Brandes befand sich glücklicherweise niemand im Clubhaus.
Nicht der erste Brand im “Centaurus” auf der Brünner Straße
Nach Angaben von Hahslinger gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Brandanschläge gegen das Etablissement – keiner davon war jedoch so verheerend wie der letzte. Wie die Bilder zeigen, liegt das “Centaurus” nach dem schweren nächtlichen Brand buchstäblich in Schutt und Asche. Medienberichten zufolge soll es dort zuvor bereits drei Anschläge mit Molotov Cocktails gegeben haben, unter anderem rund um die Eröffnung im Oktober 2011. Grund dafür soll damals Rivalität im Rotlicht-Milieu gewesen sein.
Deshalb wird nun auch seitens der Polizei wegen Brandstiftung ermittelt, da man davon ausgeht, dass auch dieses Feuer nicht durch Fahrlässigkeit entstanden ist, sondern bewusst gelegt wurde. Konkrete Verdächtige gibt es in diesem Zusammenhang laut Hahslinger noch nicht, doch die Ermittlungen zum Brand in dem Lokal auf der Brünner Straße laufen auf Hochtouren.
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OÖN 24.01.2013
Bekannter Unternehmer und Buchautor soll Auftraggeber gewesen sein. 51-Jähriger wurde nach Ermittlungen in der Neonazi-Szene von Verdächtigen belastet.
Ein brisantes Verfahren nach dem Brand eines Wiener Bordells ist derzeit bei der Staatsanwaltschaft Wels anhängig. Mehrere Verdächtige befinden sich in Untersuchungshaft, darunter seit vergangenem Freitag auch der aus Linz stammende Unternehmer Alexander Gerhardinger (51), der als Gründer des Etablissements „Napoleonhof“ in Ansfelden und als Buchautor („Pufferzone“) bekannt ist. Dem 51-Jährigen wird vorgeworfen, an mehrere Männern den Auftrag gegeben zu haben, einen Sauna-Club in Wien in Brand zu stecken, um damit einen Versicherungsbetrug zu begehen.
Der „Saunaclub Centaurus“ in Floridsdorf wurde in der Nacht des 14. Mai 2012 ein Raub der Flammen. Nach den Ermittlungen der Wiener Polizei soll es sich eindeutig um Brandstiftung bzw. um das „Werk von Profis“ handeln. Das Etablissement wird den Rotlicht-Betrieben von Gerhardinger zugeordnet.
Im Firmenbuch scheint ein Unternehmen, an dem Gerhardinger zu 23,3 Prozent beteiligt ist, unter derselben Adresse auf, an der sich der abgebrannte Sauna-Club befindet. Über diese Firma wurde im Vorjahr ein Konkursverfahren eröffnet. Nach dem Brand war von „Revierkämpfen“ die Rede und das Verfahren gegen Gerhardinger wurde von der Staatsanwaltschaft Wien eingestellt.
Zu diesem Zeitpunkt ließ die Staatsanwaltschaft Wels in ihrem Zuständigkeitsbereich Ermittlungen in der Neonazi-Szene durchführen. Daraufhin wurden mehrere Verdächtige in Haft genommen. Diese beschuldigten daraufhin Gerhardinger, den Auftrag für die Brandlegung in Wien in dessen eigenem Betrieb gegeben zu haben. Vergangenen Freitag wurde der gebürtige Oberösterreicher festgenommen und die Untersuchungshaft verhängt. Die Welser Anklagebehörde wollte gestern trotz mehrfacher Anfrage der OÖNachrichten keine Stellungnahme zu dem Verfahren abgeben.
Staatsanwalt schweigt
Zu einer Auskunft war hingegen Nikolaus Rast, Verteidiger von Gerhardinger, bereit. Er bestätigte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Wels gegen seinen Mandanten. Allerdings kontert Rast: „Diese Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage. Jemand aus der Unterwelt will meinem Mandanten etwas ans Zeug flicken. Bei der Staatsanwaltschaft Wien ist dieses Verfahren schon längst eingestellt worden. Herr Gerhardinger ist unbescholten und ein seriöser Geschäftsmann.“
Strafverteidiger Werner Tomanek aus Wien vertritt zwei der Beschuldigten, die die Brandstiftung mitorganisiert haben sollen. „Sie machen von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch“, sagt der Anwalt. Das Verfahren gegen seine Mandanten wird wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das NS-Verbotsgesetz gesondert geführt.
Vom Manager zum Mitbesitzer von Rotlicht-Lokalen
Alexander Gerhardinger wuchs in Linz auf und studierte Betriebswirtschaft und Soziologie in Linz. Wie der Unternehmer über seinen eigenen Werdegang in seinem Buch „Pufferzone – Wie man ein Bordell betreibt“ schreibt, war er anfangs für die Voest im Anlagenbau engagiert und arbeitete später für die Casinos Austria als Croupier und im Auslandsmarketing. Danach war Gerhardinger in der Immobilienbranche tätig, ehe er 2005 in Ansfelden sein erstes Bordell, das Nobel-Etablissement „Napoleonhof“, gründete und damit sogar in Deutschland bekannt wurde. Aus diesem Geschäft stieg er jedoch wieder aus und ein Jahr später ins Rotlicht-Geschäft in Wien ein, wo er den prominenten Sauna-Club „Golden Time“ übernahm. Laut Firmenbuch ist über beide Firmen des 51-Jährigen ein Insolvenzverfahren anhängig. Eine Firma wurde bereits liquidiert.
Promoviert und „Helfer“ an der Uni
In einer deutschen Talkshow sagte Alexander Gerhardinger im Vorjahr, dass gemeinsam mit anderen Studenten bis zu 400 Dissertationen verfasst haben soll. „Zu unserem Netzwerk gehörten damals etwa 40 Leute. Ich selbst habe nur zehn Dissertationen geschrieben. Wir waren keine Fälscher, sondern Dienstleister“, sagte Gerhardinger damals. Die Auftragsarbeiten liegen 25 bis 30 Jahre zurück: „Die Namen der Doktoranden verrate ich nicht. Es geht mir lediglich darum, das System in Frage zu stellen“, sagte Gerhardinger. Als Student und Croupier hätte er genügend Zeit gehabt, Kollegen gegen Bezahlung unter die Arme zu greifen. Seine eigene Dissertation sei nach eigenen Aussagen makellos: „Das Thema war Spielsucht und ich saß an der Quelle.“
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Nach Brandstiftung in Bordell in Wien: Gebürtiger Linzer musste in U-Haft
Bekannter Unternehmer und Buchautor soll Auftraggeber gewesen sein. 51-Jähriger wurde nach Ermittlungen in der Neonazi-Szene von Verdächtigen belastet.
Ein brisantes Verfahren nach dem Brand eines Wiener Bordells ist derzeit bei der Staatsanwaltschaft Wels anhängig. Mehrere Verdächtige befinden sich in Untersuchungshaft, darunter seit vergangenem Freitag auch der aus Linz stammende Unternehmer Alexander Gerhardinger (51), der als Gründer des Etablissements „Napoleonhof“ in Ansfelden und als Buchautor („Pufferzone“) bekannt ist. Dem 51-Jährigen wird vorgeworfen, an mehrere Männern den Auftrag gegeben zu haben, einen Sauna-Club in Wien in Brand zu stecken, um damit einen Versicherungsbetrug zu begehen.
Der „Saunaclub Centaurus“ in Floridsdorf wurde in der Nacht des 14. Mai 2012 ein Raub der Flammen. Nach den Ermittlungen der Wiener Polizei soll es sich eindeutig um Brandstiftung bzw. um das „Werk von Profis“ handeln. Das Etablissement wird den Rotlicht-Betrieben von Gerhardinger zugeordnet.
Im Firmenbuch scheint ein Unternehmen, an dem Gerhardinger zu 23,3 Prozent beteiligt ist, unter derselben Adresse auf, an der sich der abgebrannte Sauna-Club befindet. Über diese Firma wurde im Vorjahr ein Konkursverfahren eröffnet. Nach dem Brand war von „Revierkämpfen“ die Rede und das Verfahren gegen Gerhardinger wurde von der Staatsanwaltschaft Wien eingestellt.
Zu diesem Zeitpunkt ließ die Staatsanwaltschaft Wels in ihrem Zuständigkeitsbereich Ermittlungen in der Neonazi-Szene durchführen. Daraufhin wurden mehrere Verdächtige in Haft genommen. Diese beschuldigten daraufhin Gerhardinger, den Auftrag für die Brandlegung in Wien in dessen eigenem Betrieb gegeben zu haben. Vergangenen Freitag wurde der gebürtige Oberösterreicher festgenommen und die Untersuchungshaft verhängt. Die Welser Anklagebehörde wollte gestern trotz mehrfacher Anfrage der OÖNachrichten keine Stellungnahme zu dem Verfahren abgeben.
Staatsanwalt schweigt
Zu einer Auskunft war hingegen Nikolaus Rast, Verteidiger von Gerhardinger, bereit. Er bestätigte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Wels gegen seinen Mandanten. Allerdings kontert Rast: „Diese Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage. Jemand aus der Unterwelt will meinem Mandanten etwas ans Zeug flicken. Bei der Staatsanwaltschaft Wien ist dieses Verfahren schon längst eingestellt worden. Herr Gerhardinger ist unbescholten und ein seriöser Geschäftsmann.“
Strafverteidiger Werner Tomanek aus Wien vertritt zwei der Beschuldigten, die die Brandstiftung mitorganisiert haben sollen. „Sie machen von ihrem Recht zu schweigen Gebrauch“, sagt der Anwalt. Das Verfahren gegen seine Mandanten wird wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das NS-Verbotsgesetz gesondert geführt.
Vom Manager zum Mitbesitzer von Rotlicht-Lokalen
Alexander Gerhardinger wuchs in Linz auf und studierte Betriebswirtschaft und Soziologie in Linz. Wie der Unternehmer über seinen eigenen Werdegang in seinem Buch „Pufferzone – Wie man ein Bordell betreibt“ schreibt, war er anfangs für die Voest im Anlagenbau engagiert und arbeitete später für die Casinos Austria als Croupier und im Auslandsmarketing. Danach war Gerhardinger in der Immobilienbranche tätig, ehe er 2005 in Ansfelden sein erstes Bordell, das Nobel-Etablissement „Napoleonhof“, gründete und damit sogar in Deutschland bekannt wurde. Aus diesem Geschäft stieg er jedoch wieder aus und ein Jahr später ins Rotlicht-Geschäft in Wien ein, wo er den prominenten Sauna-Club „Golden Time“ übernahm. Laut Firmenbuch ist über beide Firmen des 51-Jährigen ein Insolvenzverfahren anhängig. Eine Firma wurde bereits liquidiert.
Promoviert und „Helfer“ an der Uni
In einer deutschen Talkshow sagte Alexander Gerhardinger im Vorjahr, dass gemeinsam mit anderen Studenten bis zu 400 Dissertationen verfasst haben soll. „Zu unserem Netzwerk gehörten damals etwa 40 Leute. Ich selbst habe nur zehn Dissertationen geschrieben. Wir waren keine Fälscher, sondern Dienstleister“, sagte Gerhardinger damals. Die Auftragsarbeiten liegen 25 bis 30 Jahre zurück: „Die Namen der Doktoranden verrate ich nicht. Es geht mir lediglich darum, das System in Frage zu stellen“, sagte Gerhardinger. Als Student und Croupier hätte er genügend Zeit gehabt, Kollegen gegen Bezahlung unter die Arme zu greifen. Seine eigene Dissertation sei nach eigenen Aussagen makellos: „Das Thema war Spielsucht und ich saß an der Quelle.“
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